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Reformation

Mach´s einer nach und breche nicht den Hals 

Richard Wagner und seine Alpen-Wanderungen

Obwohl Richard Wagner aus der Leipziger Tieflandsebene stammte, war er dennoch ein geradezu tollkühner Gebirgswanderer. Er erklomm hohe Berge, überquerte große, gefährliche Gletscher und scheute auch vor längeren Fussmärschen nicht zurück. Er bevorzugte auf seinen Wanderungen stets die weniger betretenen Pfade, auch auf die Gefahr hin, sich zu verirren oder in lebensbedrohliche Situationen zu geraten. Er hatte Spaß an der sportlichen Herausforderung. Nicht träumerisches gemächliches Dahinschlendern war seine Sache, sondern er war stolz auf sein forciertes Tempo.
Der wichtigste Grund für das Wandern aber war, neben der frischen Luft und der damit verbundenen heiteren Stimmung, dass die Landschaften ihm Inspiration für sein Schaffen boten. Dabei spielte das Wetter keine Rolle, auch das Laufen bei Regen und grauverhangenem Himmel setzte in ihm Kräfte frei und ließ die Ideen sprudeln. Die Landschaftsreize flossen direkt in die Werke ein, Naturerlebnisse konnten ihn zu direkten Charakterisierungen von Menschen und Situationen anregen - selbst die Bühnenbilder für den 1. Ring-Zyklus 1876 in Bayreuth, unter seiner Aufsicht entstanden, sahen erlebte Berglandschaften vor.

Die Schauspielerin und Publizistin Steffi Böttger geht in ihrem Vortrag die Wege nach, die Wagner nahm, und zitiert aus Briefen, Tagebucheintragungen und Berichten von Zeitgenossen und Freunden - ein vergnüglicher Exkurs und ein ehrfurchtsvoller Blick auf die weniger bekannte Seite Richard Wagners. Dazu erklingen musikalische Motive von Richard Wagner, die ganz direkt auf landschaftliche Reize und Erinnerungen zurückzuführen sind. Die Bearbeitungen für Klavier spielen Konstanze Hollitzer und Christian Hornef. 










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